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„Im Rausch der Alltäglichkeit“ (Kurzsuechtig)

Diese preisgekrönten Kurzfilme widmen sich bekannten und unbekannten, schönen und schauerlichen Geschichten des Lebens: Wie fühlt es sich an, wochenlang auf einem Containerschiff über die Meere zu kreuzen? Wie verändert eine Stadt, die sich nach dem Untergang ihrer Industrie neu definieren muss, die Menschen, die in ihr leben? Warum passieren politische Ereignisse oft auf Balkonen? Darf man auf einen Holocaust-Witz mit der Faust antworten? Und hat Bertolt Brecht am Ende Recht? Am Ende verlieren wir uns noch im Rausch der Alltäglichkeit.

Gesamtlaufzeit ca. 92 min.
Kosten für eine Vorführung: 95 € zzgl. 5 € Versand.

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Dieses Bild zeigt eine Szene aus dem Kurzfilm

Dieser Film heißt aus rechtlichen Gründen Breaking Bert

Regie: Anne Isensee | Animation | 4:37 min | Deutschland | 2020

Dieser Film beginnt mit einem langen Titel und sucht dann recht zügig nach einem guten Ende. Dazwischen kommt einem Einiges bekannt vor. Dabei nimmt er die Welt und ihre Bewohner*innen ziemlich ernst – auf die humorvolle Art. Ein animiertes Lehrstück in schwarz weiß.

Das Bild zeigt ein Still aus dem Kurzfilm

Weisswasser Rundfahrt 01

Regie: Jonas Eisenschmidt & Constanze Wolpers | Dokumentation | 11:29 min | Deutschland | 2020

Glas, Kohle – Wachsen, Schrumpfen – Aufbau, Abbau: Weißwasser ist Wandel. Kraftstrotzend und voller Verletzbarkeit. Verluste werden betrauert, während neue Träume geboren werden. Der Film untersucht anhand von Geschichte, Körper, Arbeit und Landschaft die Wandelbarkeit einer Stadt, ihrer Menschen, ihrer Natur und einer ganzen Region. In sie alle hat sich eine wiederkehrende Notwendigkeit eingeschrieben, die zur großen Fähigkeit werden kann: sich immer wieder neu erfinden zu müssen, zu können.

Das Bild zeigt eine Szene aus dem Kurzfilm

Sealand

Regie: Paul Scholten, Conrad Winkler & Matthäus Wörle | Dokumentation | 30 min | Deutschland | 2020

Immer größere Containerschiffe stehen für den sich ausweitenden Luxus unserer globalisierten Welt. Ein Luxus, der auf dem Rücken weniger Seeleute ausgetragen wird. Viele von ihnen stammen von den Philippinen. Schlecht bezahlt und pausenlos arbeitend, gehören sie einem ausbeuterischen System an.

Das Bild zeigt einen Banner zum Kurzfilm

Masel Tov Cocktail

Regie: Arkadij Khaet & Mickey Paatzsch | Fiktion | 30 min | Deutschland | 2020

Zutaten: 1 Jude, 12 Deutsche, 5cl Erinnerungskultur, 3cl Stereotype, 2 TL Patriotismus, 1 TL Israel, 1 Falafel, 5 Stolpersteine, einen Spritzer Antisemitismus

Zubereitung: Alle Zutaten in einen Film geben, aufkochen lassen und kräftig schütteln. Im Anschluss mit Klezmer-Musik garnieren.

Verzehr: Vor dem Verzehr anzünden und im Kino genießen. 100% Koscher.

Das Bild zegit eine Szene aus dem Kurzfilm

Top Down Memory

Regie: Daniel Theiler | Experimental | 12:20 min | Deutschland | 2020

Ausgehend von den Wirren um eine angebliche Ausrufung der sozialistischen Republik von einem der Balkone im Jahr 1918 untersucht der Film politische Ereignisse, die sich auf den Balkonen abspielten und Fragen nach Authentizität und Manipulation aufwerfen. Der Balkon als architektonische Manifestation machtpolitischer Hierarchien wird zum Dreh- und Angelpunkt der Arbeit.

Das Bild zeigt eine Szene aus dem Film

Im Rausch der Alltäglichkeit

Regie: Clemens Hornemann | Experimental | 3:49 min | Deutschland | 2020

Im Film sind subtil Charakterzüge, Geschichten und Anekdoten über Beethoven aufgegriffen und mit modernen, alltäglichen Szenen zu einer berauschenden Verbildlichung Beethovens Gewittersatzes der Pastorale verbunden worden. Aus über 5.000 Einzel-Fotografien ist so eine aufbrausende Collage entstanden. Diese gibt jedoch nicht eine reale Naturgewalt wieder, sondern erzählt vielmehr den Rausch des Lebens, ohne aber sich dabei eines linearen Narrativs zu bedienen.