Sächsische Shorts

Die »Sächsischen Shorts« sind eine Auswahl mit Kurzfilmen sächsischer Filmschaffender. Das Programm wird von einer Jury aus Mitgliedern und Freund*innen des Filmverbands Sachsen zusammengestellt und jährlich mit neuen Filmen aktualisiert. Für 2026 wurden aus über 50 Einreichungen acht Filme ausgewählt.

 

Zur Jury gehörten Moderatorin Barbara Wallbraun, Regisseur Christian Tung Anh Nopper, der einen Film zum letzten Jahrgang der »Sächsischen Shorts« beisteuerte, sowie Gemeinwesenmanagerin Katrin Klein, die am Mehrgenerationenhaus Bernsdorf wunderbare Kinoveranstaltungen organisiert. Ein Querschnitt also durch das film.land.sachsen-Universum.
 

Zuschauen lohnt sich absolut: Die »Sächsischen Shorts« zeigen das facettenreiche Filmschaffen im Freistaat, bieten sie doch einen Einblick in die unterschiedlichsten Kurzfilmgenres, von Animation über Fiktion und Dokumentation bis hin zum Experimentalfilm. Dabei werden heiße Eisen angefasst und so manche (Freuden-)Tränen vergossen. Es sind Filme, die Selbststimmung in verschiedenen Altersphasen reflektieren, und die sich mit Perspektiven auf Heimat und dem Zuhause beschäftigen, eben ein echtes Schaufenster für den zeitgenössischen Kurzfilm, das einiges zu sagen hat und das durchgehend zu unterhalten vermag.

Übersicht

Gesamtlaufzeit ca. 81 min.

Kosten für eine Vorführung: 95 € zzgl. 5 € Versand.

Filmprogramm als PDF (demnächst)

Staub

Regie: Cornelius Kreuzwirth | 22 min | Fiktion | Deutschland | 2024

 

Bild: Cornelius Kreuzwirth

Ein Unfall zwingt Balletttänzer Miro dazu, seine Karriere und damit seine gesamte Identität überdenken. Ziellos taumelt er durch den Alltag, bis eine Zufallsbekanntschaft ihm neue Hoffnung gibt und ihn in die queere Community einführt, wo alle sich ohne Vorurteile und Grenzen entwickeln können.

Magnolie

Regie: Doria Nollez
| 5 min | Fiktion | Deutschland | 2025

 

Bild: Doria Nollez

In ihrem Film »Magnolie« setzt Doria Nollez sich sensibel und einfühlsam mit dem Altwerden, dem Vergehen der Zeit und der Sehnsucht nach vergangenen Momenten auseinander. Ein Film, der lange nachhallt.

Paincil

Regie: Sami Al Ghamian | 7 min | Dokumentarfilm | Deutschland | 2025

 

Bild: Sami Al Ghamian

Der Filmemacher und sein Protagonist, Nawar, tauchen zurück in einen entscheidenden Moment des Jahres 2015 – den Moment, in dem er sich entschied, Syrien zu verlassen, wissend, dass es keinen Weg zurück gibt. Durch verblassende Erinnerungen, vergilbte Fotografien und die Stimmen der Zurückgelassenen erkunden sie, was bleibt und was man auf die Reise mitnimmt. Während die Grenzen der Zeit verschwimmen, entfaltet der Film ein Mosaik aus Verlust, Zugehörigkeit und der Schwere des Abschieds.

Bereket

Regie: Jule Mariebelle Heid | 3 min | Dokumentarfilm | Deutschland | 2024

 

Bild: Jule Mariebelle Heid

In »Bereket« erzählt Nuria von Heimat, Zugehörigkeit, sich zu Hause fühlen. Und sich gleichzeitig auch gar nicht zu Hause fühlen. Diese Ambivalenz kommt in ihr auf, wenn sie bei Bereket, einem arabischen Supermarkt auf der Eisenbahnstraße in Leipzig, einkaufen geht. Ihr Vater kommt aus Ägypten, ihre Mutter aus Deutschland. Dort ist sie aufgewachsen. Mit kaum Kontakt zu ihrem Vater und keinem Kontakt zur Kultur ihres Vaters und damit auch einem Teil ihrer Kultur.

Microcivitas

Regie: Sebastian Kilanowitsch,  Sebastian Brück | 13 min | Dokumentarfilm | Deutschland 2025

 

Bild: Sebastian Kilanowitsch

Geprägt durch die Faszination für Ameisen beschreibt Sebastian Brück auf humorvolle Art seine Begeisterung für die hoch komplexen Sozialstrukturen in deren Kolonien. Die Doku zeigt Einblicke in die Ameisenhaltung verknüpft mit persönlichen Beobachtungen zu Artenvielfalt, ökologischem Nutzen und der Verantwortung des Menschen gegenüber ihrem natürlichen Lebensraum.

Entre Nós e o Silêncio

Regie: David-Simon Groß und Brenda Akele Jorde | 13 min | Dokumentarfilm | Deutschland 2025


Bild: PEGA FOGO Collective

Yara, eine junge Mosambikanerin, hat jahrelang geschwiegen – ihre Depression wurde von Freund*innen und Familie in Mosambik nie ernst genommen. Endlich bricht sie das Schweigen, das sie jahrelang erdrückt hat. Endlich befreit sie sich aus der toxischen Beziehung zu ihrer Mutter und findet zu sich selbst. Yaras Weg der Heilung entfaltet sich als ein poetischer Brief an ihre Mutter.

In den Wohnungen meiner Mutter sind viele Türen

Regie: David Kind | 18 min | Dokumentarfilm, Experimentalfilm | Deutschland 2024

 

Bild: David Kind

Ein unbekannt bleibender Protagonist betrachtet Bilder aus dem Familienalbum. Harmonische Urlaube am Strand. Herumalbern mit den Geschwistern. Doch die Stimme erzählt eine andere Geschichte, die von Gewalt und Misshandlung – für alle offensichtlich, jahrelang. »In den Wohnungen meiner Mutter sind viele Türen​« untersucht die Dynamiken der Gewalt, die die Opfer nie mehr loslässt. 

FMT 8

Regie: Antje Seegers | 3 min | Dokumentarfilm, Experimentalfilm | Deutschland 2024

 

Bild: Antje Seeger

Auf dem höchsten Punkt der Thüringer Kleinstadt Artern steht ein Funkmast vom Typ FMT 8. Genannt »Der lange Harald«, nach dem ersten Nachwende-Bürgermeister. Beides waren Westimporte. Bis heute ist der Funkmast ein Symbol. Doch dann beginnt das Bild zu kippen. 

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Projektleiter SAVE (SLUB Dresden)

Mirjam Mager

Mitgliederbetreuung und Netzwerkarbeit

Matthias Ditscherlein

Sonderveranstaltungen & Workshops film.land.sachsen

studierte Fernsehproduktion in Leipzig und war zeitgleich Redakteur beim Vogtland Regional Fernsehen. Seit 2011 ist er als freiberuflicher Filmemacher und Dozent selbstständig tätig. Als Regisseur und Produzent ist er an Dokumentarfilmen im In- und Ausland beteiligt. 2018 gründete er den Insel-Kino e.V., der sich im Bereich Kino-, Filmbildung und Veranstaltungsorganisation engagiert. Nach Leipzig und Dresden lebt er seit 2019 wieder im Vogtland. Für das Projekt film.land.sachsen ist er seit 2020 verantwortlich für Workshops und Sonderveranstaltungen.

Roberto Krebs

Presse & Öffentlichkeitsarbeit (Elternzeitvertretung)

studierter Kommunikationswissenschaftler und geprüfter Kulturmanager. Er war Social-Media-Manager u.a. bei der CYNETART und dem DAVE Festival und Projektleiter für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit im »House of Resources Dresden«. In den vergangenen Jahren produzierte er die Trailer für das DAVE Festival sowie zuletzt die Kurzdokumentation »going in circles«.

Nora Fleischer

Redaktion AUSLÖSER & Koordination film.land.sachsen (Büro Leipzig)

absolvierte ihr Studium der Kommunikationswissenschaft, Politik- und Rechtswissenschaft in Dresden und Paris. Währenddessen und danach unternahm sie regelmäßige, berufliche Ausflüge ins Eventmanagement und private ins Kino. Als Regie- und Produktionsassistentin leistete sie ihren Beitrag in der Leipziger Off-Theater-Szene und bei mitteldeutschen Filmproduktionen. Sie war selbständige Werbetexterin und stand fünf Jahre im Dienste des Kurzfilms als Film- und Programmkoordinatorin beim „Kurzsuechtig – Mitteldeutsches Kurzfilmfestival“ in Leipzig.

Philipp Demankowski

Koordination film.land.sachsen

ist studierter Kommunikationswissenschaftler und praktizierender Teilzeit-Journalist. Außerdem ist er unter anderem für Kulturveranstaltungen wie die CYNETART oder das Medienfestival in der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Auch im Umweltzentrum Dresden betreut er in verschiedenen Projekten die Öffentlichkeitsarbeit, so etwa für das EUROPE DIRECT Dresden.

 

 

Darüber hinaus ist Philipp Mitbegründer des Musiklabels Uncanny Valley und integraler Bestandteil der Dresdner Clubkultur. Bei DAVE, dem Festival für Clubkultur, kuratiert er das Musikfilmprogramm „Music in Motion“.  Daneben macht er seit Jahren unprofessionell, aber mit Leidenschaft, Radio.

Daphna Dreifuss

Presse & Öffentlichkeitsarbeit (Büro Leipzig) 

studierte Medienkultur, Medienwissenschaften und Near and Middle Eastern Studies in Weimar, Basel, Tel Aviv und London. Im Fokus ihrer Arbeit standen dabei die Rolle des Kinos bei der medialen Darstellung von Geflüchteten, sowie die filmische Auseinandersetzung mit intergenerationellem Trauma und kollektiver Erinnerung im Kontext des Israelisch-Palästinensischen Konflikts.
Nach ihrem Studium war sie u.a. für UFA Fiction in der Pressestelle sowie bei DOK Leipzig im Marketing tätig.

Sophie Quadt

Geschäftsleitung

studierte Politik- und Kulturwissenschaften an der TU Dresden und war viele Jahre in der politischen Bildung im Bereich Europa und Internationales tätig, u.a. als Referentin bei der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung in Dresden und als Projektleiterin am Europa-Haus in Leipzig.