Synopsis
Die deutsche Filmemacherin Susanne, verheiratet mit Jeong Rae Kim, einem Koreaner, richtet die Kamera mit Humor und Zärtlichkeit auf ihre eigene interkulturelle Ehe und Familie. Während sie mit den Rollen als Ehefrau, Mutter und Künstlerin jongliert, inszeniert sie humorvolle und poetische Performances – leise Akte der Rebellion, die ihren Gefühlen und ihrer inneren Welt Ausdruck verleihen. In einem Mix aus Beobachtungen und inszenierten Momenten taucht der Film in das Chaos von Liebe, Identität und kulturellem Aufeinanderprallen ein. Zugleich zutiefst persönlich und universell stellt Becoming Kim die Frage: Wie bleiben wir uns selbst treu – und lernen gleichzeitig, einen anderen Menschen zu lieben?
Buchbar für Veranstaltungen ab Februar 2027!
Übersicht
Lizenzkosten für eine Vorführung: 95 € zzgl. 5 € Versand (bei Bedarf).
Worum geht es?
Regisseurin Susanne Kim wirft einen sehr persönlichen, humorvollen Blick auf ihre deutsch-koreanische Ehe und Familie und scheut sich nicht, dabei selbstkritisch zu sein. Eingewoben in die filmische Handlung, stellt sie in performativen Szenen, ihre Rollen als Ehefrau, Mutter und Künstlerin in Frage, auch in Bezug auf ihre Einstellung gegenüber der anderen Kultur.
Die „Rolle“ der Regisseurin, als „omnipotente“ Erzählstimme wird damit konterkariert. Ist sie zum Beispiel wirklich die bessere Feministin, wenn sie sich mit ihrer koreanischen Schwiegermutter oder Schwägerin vergleicht? Und geht es nicht gerade jetzt auch darum, Positionen und Einsichten von Frauen jenseits der 40 sichtbar zu machen? Auch gerade die ihrer Schwiegermutter? Ja! Schließlich ist Kim mittlerweile selbst eine „alte weiße Frau“, mitten in einer „old marriage“, wie man in Korea so schön sagt. Und ihr Ehemann gehört ganz sicher zu den „Goldenen Söhnen“ dieser Ära.
In einer binationalen Beziehung kommen automatisch Themen auf den Tisch, die beide Herkunftsländer spiegeln, denn sie funktionieren wie Seismographen, die größere gesellschaftliche Zusammenhänge anzeigen: Alltagsrassismus, familiäre Hierarchien, Erwartungshaltungen. Wer steht im sozialen Ranking, im Kontext der jeweiligen Gesellschaft, an welcher Stelle? Worin besteht ein erfolgreiches Leben?
Filmdaten
Dokumentarfilm, 89 Minuten
Deutschland / Korea 2026
Sprache: Deutsch, Englisch, Koreanisch mit UTs
FSK: : o.A.
Stab, Besetzung & Produktion
Buch und Regie: Susanne Kim
Produktion: Holm Taddiken, Sarah Kang, Heejung Oh
Montage: Marion Tuor
Kamera: Emma Rosa Simon, Susanne Kim
Musik: Maximilane Edda Pongratz, Katharina Susanne Pongratz
Sound Design: Maximiliane Edda Pongratz
Additional Editing: Jin Ju Lee
Herstellungsleitung: Ricarda Kniesz, Bogyoung Kim
Set Design, Kostüme: Ragna Fiona Hemmersbach, Namsook Kim, Thomas Weinhold
Tonmischung: Kai Tebbel
Farbkorrektur: Kay Dombrowski
Redaktion NDR: Claudia Cellarius