Synopsis
Mit ihrem Dokumentarfilm »Go Clara Go: die Kunst des kreativen Widerstands« legt die Regisseurin Sylvie Kürsten ein Ausnahmekapitel ostdeutscher Kunstgeschichte offen.
Übersicht
Lizenzkosten für eine Vorführung: 95 € zzgl. 5 € Versand (bei Bedarf).
Worum geht es?
Wie lassen sich die Grenzen des Sag- und Sichtbaren durch Kunst verschieben – trotz oder gerade wegen aller Widerstände? Vor gut 50 Jahren erklärte eine Handvoll Künstler:innen die einstige sozialistische Vorzeigestadt Chemnitz/Karl-Marx-Stadt zur avantgardistischen Happening-Zone. Ob stumme Performances oder Pleinairs an der See, überbordende Künstlerfeste oder kaltnadelradierte Kollektivwerke – die Künstlergruppe Clara Mosch und die genossenschaftlich organisierte Galerie Oben haben seit den 70er Jahren bewiesen, dass Kunst in der DDR frei sein kann. Und westlichen Vorbildern wie Joseph Beuys in nichts nachsteht.
Zusammen mit den Protagonist*innen von damals spürt Regisseurin Sylvie Kürsten der kreativen Energie dieses subkulturellen Durchlauferhitzers am sächsischen Erzgebirgsrand nach – und taucht tief ein in diese legendäre DDR-Parallelwelt, in der Kunst und Leben immer zusammen gehörten. Das zog zahlreiche Fans an, aber auch die Spitzel der Stasi. Ein filmisches Fest für die nonkonforme Kunst aus dem Osten und eine Hommage an die Heimat. Und zwar pünktlich zum europäischen Kulturhauptstadtjahr 2025, wenn Chemnitz das Kunstpublikum aus aller Welt empfängt.
Filmdaten
Dokumentarfilm, 93 Minuten
Deutschland 2025
Sprache: Deutsch
FSK: 0
Stab, Besetzung & Produktion
Buch & Regie: Sylvie Kürsten
Bildgestaltung: Martin Langner
Montage & Visuelles Design; Johannes Girke
Musik: Fabian Russ, Orchestronik
Tänzerin: Anna Weißenfels
Sprecherin: Jule Böwe
Sounddesign & Mischung: Jörg Höhne, Andrea Würth, Nicola Fanari, Dietrich Körner
Grading: Till Beckmann
Ton: Ullrich Menges, Alfred Tesler