Synopsis
Stolz & Eigensinn ist ein deutscher Dokumentarfilm des Regisseurs Gerd Kroske aus dem Jahr 2025. Er zeigt Deutschland unmittelbar nach der Wende. Die zweite große Entlassungswelle hat den Osten erreicht. Frauen aus den ehemaligen Industrie-Großbetrieben der DDR erzählen mit heute überraschender Selbstverständlichkeit über sich und die persönlich erlangte Unabhängigkeit durch ihre Arbeit. Selbstbewusst und emanzipiert teilen sie ihr Erstaunen darüber, dass plötzlich nur noch Männer ihre Arbeiten machen sollen.
Übersicht
Lizenzkosten für eine Vorführung: 95 € zzgl. 5 € Versand (bei Bedarf).
Worum geht es?
Die Frauen erzählen auch von den einstigen Utopien, die es heute nicht mehr gibt. Zudem sehen wir Aufnahmen aus ihrem Arbeitsalltag in längst verschwundenen Industriegebäuden und Braunkohle-Zechen. Auf alten U-matic-Bändern aus den Beständen des ehemaligen Leipziger Piratensenders KANAL X sind die Interviews erhalten.
Über 30 Jahre später hat Gerd Kroske („SPK Komplex“, „Striche ziehen“) diesen filmischen Schatz aus dem Archiv geborgen und die Arbeiter:innen von damals wiedergefunden. Einer Versuchsanordnung gleich, wird das alte Material im Split-Screen von den Frauen neu kommentiert und hinterfragt. „Stolz und Eigensinn“ ist eine mediale Einkreisung, die eine Lücke schließt und Frauen porträtiert, die sich ihren Stolz und Eigensinn bis heute bewahrt haben. Was wurde einst gewonnen? Was ist verloren? Was ist geschehen?
Filmdaten
Dokumentarfilm, 113 Minuten
Deutschland 2025
Sprache: Deutsch
FSK: 0
Stab, Besetzung & Produktion
Regie & Buch: Gerd Kroske
Kamera: Anne Misselwitz, Jakobine Motz
Schnitt: Andreas Zitzmann
Ton: Oliver Prasnikar
Regieassistenz: Lisa M. Böttcher
Musik: Klaus Janek (Komposition/Kontrabass), Michael Thieke (Klarinette)