Amateur- und Reisefilme, ethnografische Studien und experimentelle Kunst – viele Filme und Tonaufzeichnungen entstanden in Sachsen abseits einer großen Öffentlichkeit. Seit mehr als fünf Jahren bemühen sich der Filmverband Sachsen und die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) um die Digitalisierung und Bewahrung von analogem Film- und Tonmaterial aus Sachsen.
Nachdem „Der bewahrte Blick“ 2023/24 bereits in Dresden zu sehen war, präsentiert das SAVE-Programm die Ausstellung in modifizierter Form nun auch in Leipzig und lädt zu Beginn des neuen Jahres zum Kino des Alltäglichen und Beiläufigen in und vor der Cinémathèque Leipzig ein. Zu sehen und zu hören sind Aufnahmen aus vielfältigen Entstehungskontexten sowie aus unterschiedlichen Regionen Sachsens. Eine besondere Bühne bekommen dabei bewegte Bilder aus Leipzig und den umliegenden Gebieten.
Auch außerhalb der Öffnungszeiten wird ein Teil der Ausstellung vom Bürgersteig aus erlebbar sein, denn in zwei großen Schaufenstern der Cinémathèque flimmern ab den Abendstunden unter anderem Erinnerungen an das 1927 schon fast mondäne Café Hausmann in Borna, an das erste Frohburger Dreiecksrennen, an die Kleinmechanisierung im Tagebau, an die Schacholympiade in Leipzig mit einem sehr jungen Bobby Fisher (alle um 1960) sowie Schmalfilme aus regionalen familiären Sammlungen.
Eröffnung: Freitag, 09.01.2026, 19 Uhr
Laufzeit: 10.1. bis 15.2.2026
Öffnungszeiten: Di-Fr / 11- 17 Uhr
Schaufensterprojektion: täglich: 17:30 bis 1:00 Uhr
Das Landesprogramm zur Sicherung des audio-visuellen Erbes in Sachsen (SAVE) wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächischen Landtag beschlossenen Haushaltes.