Im August und September 2026 werden Festwiesen, Klosterkirchen, Hofgüter und Schlosshöfe im Landkreis Leipzig und Mittelsachsen zu außergewöhnlichen Kinoräumen. Das Sommerkino Open Air bringt Filme, Live-Musik, Gespräche und besondere Gäste nach Grimma, Colditz, Rochlitz und Frohburg.
Organisiert wird die Veranstaltungsreihe von Ortskultur e.V. Gemeinsam mit regionalen Partnern, Vereinen, Künstlerinnen und Künstlern sowie film.land.sachsen entstehen Kulturabende, die weit über eine klassische Filmvorführung hinausgehen.
Denn beim Sommerkino geht es nicht nur darum, einen Film unter freiem Himmel zu zeigen. Jeder Abend wird passend zum jeweiligen Ort und zum Thema des Films gestaltet. Mal beginnt die Veranstaltung mit einem Konzert, mal mit einer Live-Reportage, einem Filmgespräch oder einem gemeinsamen Essen. Historische Orte werden dabei nicht nur zur Kulisse, sondern zu einem wichtigen Teil des Erlebnisses.
»Wir wollen nicht einfach irgendwo eine Leinwand aufstellen«, erklären die Organisatoren von Ortskultur e.V. »Jeder Abend soll seinen eigenen Charakter bekommen und zum Film, zum Ort und zu den Menschen in der Region passen.«
Mit dem Sommerkino Open Air verfolgt Ortskultur e.V. ein klares Ziel: Kulturveranstaltungen sollen nicht nur in den großen Städten stattfinden, sondern für jeden zugänglich auch auf dem Land angeboten werden.
Die Region zwischen Grimma, Colditz, Rochlitz und Frohburg verfügt über zahlreiche besondere Orte, engagierte Vereine, Kulturschaffende und ehrenamtliche Initiativen. Das Sommerkino bringt diese Akteure zusammen und schafft Veranstaltungen, die gemeinschaftlich getragen werden.
Dabei richtet sich das Programm bewusst an ein breites Publikum. Filmfreunde sollen sich ebenso angesprochen fühlen wie Familien, Musikliebhaber, Sportbegeisterte, Geschichtsinteressierte oder Menschen, die einfach einen besonderen Sommerabend erleben möchten.
Die Filme bilden den Mittelpunkt der Veranstaltungen. Das eigentliche Erlebnis entsteht jedoch durch das Zusammenspiel aus Film, Ort, Musik, Gespräch und Begegnung.
Am 12. September folgt auf Schloss Colditz ein weiterer besonderer Kulturabend.
Gezeigt wird der Dokumentarfilm »Bei uns heißt sie Hanka« von Regisseurin Grit Lemke. Der Film führt in die Lausitz und beschäftigt sich mit sorbischer Identität, Sprache und Kultur.
Im Mittelpunkt stehen Menschen, die zwischen Tradition, persönlicher Lebenswirklichkeit und gesellschaftlicher Veränderung ihren eigenen Weg suchen.
Der Filmabend wird durch Live-Musik von Walburga Walde zusammen mit Izabela Kałduńska eröffnet. Beide Musikerinnen präsentieren die originale Filmmusik live.
Anschließend ist ein Gespräch mit Regisseurin Grit Lemke geplant. Die Moderation übernimmt Barbara Wallbraun von film.land.sachsen.
Diese Verbindung aus Film, Musik und Gespräch macht den Abend zu weit mehr als einer Dokumentarfilmvorführung. Das Publikum erhält die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Hintergründe zu erfahren und mit den Beteiligten ins Gespräch zu kommen.
Gerade bei einem Film über Identität, Heimat und Sprache ist dieser Austausch ein wichtiger Teil des Abends.
Bei Regen findet die Veranstaltung im Schloss statt.
Einlass ist ab 19:00 Uhr und die Veranstaltung beginnt gegen 19:30 Uhr.
Der Eintritt ist auf Spendenbasis. Die Spende finanziert das Kino und hilft dabei, dass es in 2027 weitergeht.