Gemeinsam begeben wir uns auf die Suche: Was kann feministische Filmkritik sein? Welche Fragen stellt sie? Welche Perspektiven eröffnet sie? Und wie verändert sie die Art und Weise, wie wir über Filme sprechen, schreiben und nachdenken?
Gemeinsam reflektieren wir unsere eigene Perspektive – auf Filme, auf uns selbst und auf die Gesellschaft, in der wir leben. Welche Erfahrungen, Prägungen und Privilegien beeinflussen unseren Blick? Welche Fragen stellen wir an Filme – und welche nicht? Daneben lernen wir ausgewählte Zugänge und Werkzeuge feministischer Filmkritik kennen.
Der Workshop versteht feministische Filmkritik nicht als feststehende Methode, sondern als offene Praxis. Gemeinsam erforschen wir unterschiedliche, intersektional feministische Zugänge zur Filmkritik und entwickeln eigene Wege, Filme zu analysieren, einzuordnen und mit ihnen in Dialog zu treten. Dabei geht es nicht nur um Inhalte, sondern auch um Form, Sprache und Haltung.
Anhand von Filmen aus dem Programm des MOVE IT! Filmfestival Dresden übersetzen wir unsere Überlegungen in die Praxis und erproben eigene Formen feministischer Filmkritik.
Zielgruppe
Der Workshop richtet sich an Menschen, die sich für Filme, Filmkritik und feministische Perspektiven interessieren. Vorkenntnisse in Filmkritik oder feministischer Theorie sind nicht erforderlich. Neugier, Offenheit und die Bereitschaft zur gemeinsamen Reflexion genügen.
Der Workshop findet auf Deutsch statt.
Ablauf
Montag 9. November 2026, 10 – 14 Uhr (Online)
Kick-Off
- Kennenlernen
- Einführung in Diversity
- Selbstanalyse (Welche Perspektiven bringe ich mit? Wie prägen Erfahrungen, Privilegien und gesellschaftliche Positionierungen meinen Blick auf Filme?)
- Erste Einführung in die Thematik (Filmkritik allg.; feministische Perspektiven und Werkzeuge)
! Zwischen der ersten und zweiten Veranstaltung sind die Teilnehmer:innen angehalten, erste Kritiken zu verfassen!
Donnerstag 12. November 2026, 11 – 17 Uhr (Präsenz, Dresden); anschließend gemeinsamer Besuch des Festivals
Schreibwerkstatt
- Vertiefung: Feministische Diskurse und Filmkritik
- Schreibwerkstatt (Entwicklung und Erprobung eigener Formen feministischer Filmkritik)
Freitag 13. November 2026; 10 – 13 Uhr (Präsenz, Dresden)
Filmgespräch
- Gemeinsam Diskussion des am Vorabend gesichteten Films
- Fragen und Feedback
Kosten und Anmeldung
Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Plätze sind begrenzt.
Anmeldung per E-Mail an: m.mager@filmverband-sachsen.de
Über die dozierende Person

Sophie Charlotte Rieger gründete 2014 das feministische Filmmagazin FILMLÖWIN und prägte über viele Jahre die deutschsprachige Debatte um feministische Filmkritik mit. Im Zentrum der publizistischen Arbeit standen insbesondere Fragen von Repräsentation, Machtstrukturen und der Wechselwirkung von Film und Gesellschaft.
Heute arbeitet Sophie Charlotte Rieger als Lehrperson sowie als Diversity- und Sensitivity-Advisor für Film- und Serienproduktionen. Der Workshop knüpft an die langjährige Auseinandersetzung mit feministischer Filmkritik an und versteht diese nicht als feststehende Methode, sondern als lebendige und sich ständig weiterentwickelnde Praxis.
Webseite: www.sophie-charlotte-rieger.de